Mit Karacho durch die Berge – beim Ziplining am Kap

Nach knapp einer Stunde Fahrt kommen wir in den Hottentots Holland Mountains an, eine idyllische Berglandschaft bei Somerset West. Wo vor knapp 400 Jahren noch Elefanten durch die Landschaft wanderten, werden wir heute an Seilen durch die Berge jagen – das Ziplining verspricht ordentlich Action und Adrenalin.

Bei Cape Canopy Tours angekommen werfen wir bei einem Cappuchino auf der Terrasse einen ersten Blick auf die Landschaft und die Berge, in die wir gleich hochfahren werden. Unser heutiger Guide heißt Tommy, der uns auch gleich schon in einem kurzen Briefing über unseren Ausflug informiert. Knapp 4 Stunden werden wir in den Bergen verbringen. Mein Sohnemann kann es kaum noch erwarten und ist gespannt wie ein Flitzebogen.

Wenige Minuten später haben wir unsere Sicherheitsausrüstung an und machen uns im Jeep auf in die Berge. Neben uns sind noch sechs Mädels aus den USA im Jeep und freuen sich ebenfalls auf ihren Adrenalin-Kick. Nach knapp 20 Minuten über Stock und Stein wandern wir noch ein paar Minuten, bis wir an der ersten Zipline ankommen. Insgesamt liegen heute 11 Ziplines vor uns, die alle rasant durch die Berge führen.

Mein Sohn Noah startet als Erster mit unserem Guide Tommy. Routiniert befestigen Tommy und unser zweiter Guide Nicky die Sicherheitshaken am Seil, so dass auf der oft mehrere Hundert Meter am Seil hinab auch nichts passieren kann. Und schon startet der Countdown – 3, 2, 1 und loooos. Mit Karacho und einem lauten Freudenschrei geht es den Berg hinab.

Als Zweiter bin ich dann an der Reihe. Sicherheitshaken an das Seil, rechte Hand übers Seil, linke Hand an die Sicherheitsbänder, ein kurzer Sprung und schon geht es die Berge hinunter. Die erste Fahrt ist noch etwas unsicher, doch komme ich heile unten auf der nächsten Plattform an. Zehn Ziplines liegen noch vor uns. Und nach und nach kommen auch unsere amerikanischen Mitstreiter, oft laut kreischend, unten bei uns an. Auf jeder Plattform können wir in die Berge schauen uns sehen jeweils auf Schildern, auf welche Landschaft wir grade blicken und welche Tiere oder Pflanzen wir hier sehen können. Und schon geht es auf der nächsten Zipline weiter. Noah strotzt schon voller Stolz, dass er sich ohne weiteres traut, hier hinunter zu sausen.

Und so manche der Ziplines haben es schon in sich, da es echt schnell hinunter gehen kann. Doch dafür haben wir ja unsere Handschuhe an, um am Ende der Fahrt etwas bremsen zu können sofern wir zu schnell aufs Ziel zurasen sollten. Oder wie Tommy es charmant sagt: Wenn wir nicht rechtzeitig bremsen wird aus uns ein Buschmann-Höhlenbild und unser Gesicht in den Hottentots Hollands verewigt. Denn in diesen Bergen kann man auch Wandbilder der Ureinwohner, den KhoiSan, entdecken. Doch wir können sicher darauf verzichten, unser Gesicht in Stein zu meißeln. Und das Bremsen mit dem Handschuh funktioniert auch sehr gut.

Um an eine der nächsten Ziplines zu kommen müssen wir auch über eine etwas wackelige Hängebrücke rüber. Schon von oben von der Zipline sieht diese Brücke großartig aus. Und da wir auch hier mit unseren Sicherheitshaken am Geländer befestigt sind kann nichts passieren. Wir setzen uns auf der anderen Seite der Brücke auf eine Bank und genießen den Ausblick. Wir schauen auf den Wasserfall, an dem wir grade vorbei gefahren sind. Eine himmlisch schöne Gegend.

Die letzten beiden Ziplines sind die schnellsten und die letzte noch dazu die längste Zipline. 500 Meter sausen wir hier am Seil hinunter. Es ist in der Tat ein richtiger Adrenalinkick für Groß und Klein.

Doch auch nach unseren elf Ziplines ist unser Actiontag noch nicht zu Ende. Denn nun müssen wir noch knapp einen Kilometer durch die Berge wandern, wieder über Stock und Stein. In der Ferne sehen wir den größten Wasserdamm der Region, den Threewaterskloof-Damm. Von hier aus wird die Kapregion mit Wasser versorgt. Und wir können sehen, dass er nun im Winter nach ein paar guten Regentagen gut gefüllt ist.

Der Jeep wartet schon auf uns und bringt und wieder ins Tal, wo wir, zurück bei Cape Canopy Tours, erst einmal etwas essen und die heutige Tour Revue passieren lassen. Es war in jedem Fall ein tolles Erlebnis, das wir noch lange in Erinnerung behalten werden – vor allem mein Nachwuchs, der mit uns stolz wie Oskar wieder nach Hause kommt.

Schau dir das Video unseres Ziplining-Tages an: https://www.facebook.com/jowebertours/videos/2137460446551530/

Cape Canopy Tours

Cape Canopy Tours bietet Ziplining in sechs Gegenden Südafrikas an, so etwa in den Bergen vor Kapstadt, an der Garden Route im Tsitsikamma-Park und in den Drakenbergen. Eine Tour dauert ca. 4 Stunden und kostet zwischen 650 und 895 Rand (zwischen 40 und 60 Euro). Die Touren umfassen eine Jeep-Fahrt und Wanderung zum Gelände sowie, je nach Zipline-Ort, um die 11 Ziplines.

Tipps & Tricks

Ziplining ist ein tolles Erlebnis für alle, die ein wenig Nervenkitzel suchen. Ob in größeren Gruppen, allein oder als Familie. Ziplining eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Zudem liegen alle Ziplines an landschaftlich wunderschönen Orten, die man so auf einem abenteuerlichen Weg erleben kann. Da es draußen stattfindet ist es natürlich vom Wetter abhängig, so dass sonnige Tage einem den Adrenalinkick garantieren werden.

Adressen & Kontakte

Cape Canopy Tours
Forestry Rd
Hottentots Holland Nature Reserve
Tel: +27 21 3000 501
E-Mail: zipline@capecanopytour.co.za
Website: https://www.canopytour.co.za/locations/cape/

Wenn du dir Kapstadt um Umland von einem Guide zeigen lassen möchtest, dann melde dich gerne bei mir, denn ich bin ausgebildeter Touristenführer für das Westkap!

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