Zaun an Zaun mit Elefanten – im Addo Elephant National Park

Heute geht es zu den Elefanten. Wir fahren durch die Berglandschaft des Ostkaps, entlang der Küste Port Elizabeths. Wenige Kilometer vor den Toren der Metropole liegt der Addo Elephant National Park. Hier werden wir die nächsten Tage verbringen.

Übernachten werden wir auf einer Farm direkt neben dem Addo. Die Pure Nature FamilLodge teilt sich einen Zaun mit dem berühmten Park und liegt mitten in den Bergen des idyllischen Örtchens Paterson. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft kommen wir auch schon an den Tieren der Farm vorbei – Zebras, Böcke, Hühner und Pferde kreuzen unseren Weg, die Hofhunde sorgen für Ordnung. Die nächsten Tage werden wir das Rock Dassie House unser Zuhause nennen.

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Das Holzhaus liegt nur wenige Meter vom Nationalpark entfernt. Von der Terrasse aus können wir auf den Park blicken und auch schon bald ein paar Elefanten sichten, die nur wenige Hundert Meter von uns wandern. Der Blick auf die tierischen Nachbarn ist fantastisch. Unsere Kinder spielen auch gleich in ihrem Kinderzimmer mit den Spielzeugelefanten und freuen sich darauf, sie schon bald hautnah erleben zu können. Wir relaxen etwas auf der Terrasse und bewundern die vor uns liegende Berglandschaft.

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Gegen Abend gehen wir zum Haus unserer Gastgeber, um hier gemeinsam mit der Familie Heidtke und den anderen Gästen zu essen. Drei Gänge kommen auf den Tisch, alles hausgemacht, oft vom Hausherren Olaf persönlich. Und so sitzen wir bei leckerem typischen südafrikanischen Essen und einem Wein auf der Terrasse und machen uns einen schönen Abend. Man plaudert über den Urlaub, die Schönheiten Südafrikas und den tierischen Nachbarn auf der anderen Seite des Zauns. Wenig später gehen wir vollgefuttert zurück in unser Rock Dassie House und freuen uns schon auf den nächsten Tag.

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Am nächsten Morgen begrüßt uns die Sonne auf unserer Terrasse. So trinkt man doch morgens gern seine erste Tasse Kaffee. Eine idyllische Ruhe umgibt unser Häuschen. Wir hören den Vögeln zu und schauen schon einmal, was die Nachbarn auf der anderen Seite des Zauns so treiben. Wir sehen in der Ferne ein paar Büffel übers Gras wandern. Und auch die Pferde auf der Koppel sind schon aktiv. Gegen 8 wird uns dann vom Gastgeber Olaf persönlich das Frühstück ans Haus gebracht. Unter der Decke befinden sich im Frühstückskorb allerlei frische und selbstgemachte Leckereien. Frisches Brot, Marmeladen, Wurst, Käse, Eier, Orangensaft und frischer Kaffee. Entweder selbst gemacht oder aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Und so genießen wir unser Frühstück am Tisch auf unserer Terrasse – lekker.

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Heute wird gefaulenzt. Nachdem wir also unser Frühstück verputzt und uns fertig gemacht haben gehen wir zum Pool. Und hier im Garten warten neben dem Pool noch weitere Highlights auf unseren Nachwuchs. Klettergerüst, Sandkasten und ein Trampolin. So können wir den Tag doch entspannt überstehen. Und während wir in der Sonne liegen galoppieren vor uns die Pferde und Zebras entlang, gackern die Hühner durch den Garten und die Hunde laufen am Pool entlang. So lässt es sich leben – in den Bergen des Ostkaps.

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Und so viel faulenzen macht Hunger. Also freuen wir uns schon auf das nächste selbstgekochte Dinner auf Olafs Terrasse, um einen weiteren Tag ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag darf es dann ein bisschen mehr Action sein. Wir fahren nach dem wieder wundervollen Frühstück auf der Terrasse in den Addo. Von der Farm sind wir auch in Nullkommanichts dort und freuen uns nach der Ankunft im Park schon auf die großen Vierbeiner.

Wir fahren selbst durch den Park und starten am Addo Main Camp. Zunächst geht es westlich und kommen nach ein paar Minuten an den Rooidam. Hier entdecken wir auch schon den ersten Elefanten an einem kleinen Wasserloch und beobachten ihn von der gegenüberliegenden Uferseite.

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Und wo ein Elefant ist da sind doch sicher noch mehr. Und so fahren wir weiter Richtung Süden. Unsere Vorstellungen sollten auch gleich mehr als übertroffen werden. Denn am nächsten Wasserloch, dem Hapoor Dam, sehen wir auf einmal knapp 40 bis 50 Elefanten zum Wasserloch traben. Wir halten direkt vor dem Ufer an und sehen auch sofort ganze Elefantenfamilien vor uns ans Wasser kommen.

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Sie nehmen ein Bad, trinken, spritzen sich nass und, nun ja, verrichten ihr Geschäft vor unserem Auto. Aussteigen oder sich aus dem Fenster lehnen darf sich hier niemand. Jeder Besucher muss unbedingt zu jeder Zeit im Auto bleiben. Und so mache ich ein paar atemberaubende Bilder aus dem Auto – man kann sich gar nicht entscheiden, welches Bild das Beste ist, denn die Eindrücke sind phänomenal, besonders für unseren Sohnemann, für den lediglich die Sichtung von Dinosauriern diesen Moment toppen könnte.

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Nachdem die Elefantenherde sich wieder vom Wasserloch entfernt fahren auch wir weiter. Und wir sehen auch gleich direkt hinterm Wasserloch ein paar Wildschweine laufen – wie Pumba aus dem König der Löwen. Nur Timon schläft wohl noch in seinem Erdloch. Wir fahren hinter dem Wasserloch die sogenannte Mpunzi Loop. Über Schotterwege können wir auch hier so einige Elefanten sichten. Sie traben teilweise direkt vor oder hinter unserem Auto her. Da hält man doch lieber an und gewährt ihnen die Vorfahrt – nicht dass noch einer vors Auto läuft.

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Und als wir den Park weiter Richtung Süden abfahren kommen uns ein paar Autos entgegen, die uns ein Zeichen geben, dass wir umdrehen sollten. Einige Hundert Meter weiter laufen ein paar Elefanten direkt auf der Straße. Da sollte man in seinem Auto dann lieber umdrehen und abwarten, dass die Straße wieder frei ist. Und das tun wir auch und machen ein kleines Picknick an einem offiziellen Picknickplatz. Hier an Jacks Picknick Site können wir das Auto auch verlassen, die Beine strecken und die Toiletten aufsuchen. Als die Luft wieder rein ist fahren wir weiter und kommen noch an dem einen oder anderen Wasserloch mit Elefanten vorbei.

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Doch es gibt hier nicht nur Elefanten. Etwas weiter im Süden entscheiden wir uns dazu, die Ngulube Loop zu fahren und werden auch hier nicht enttäuscht. Mehrere Zebras kreuzen unseren Weg und knuddeln sich vor unserem Auto – wieder beeindruckende Momente. Ein paar Büffel machen später den Besuch perfekt. Und so verlassen wir den Park später mit ganz vielen wunderbaren Eindrücken und fahren zurück in unsere Lodge.

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Hier warten noch ein weiteres tolles Abendessen und Frühstück auf uns bevor es für uns am nächsten Tag weitergeht. Der Ort war für uns als Familie so schön, dass wir beim nächsten Mal bestimmt noch länger bleiben. Allein schon wegen der unglaublichen Herzlichkeit der Gastgeber.

Addo Elephant National Park

Der Addo ist einer von 19 Nationalparks Südafrikas und liegt neben Port Elizabeth im Ostkap. Gegründet wurde der Addo 1931 und hält heute knapp 600 Elefanten und zahlreiche andere Tiere wie Zebras, Böcke, Büffel oder Wildschweine. Zum Park gehört auch Bird Island mit über 120.000 Vögeln. Alle Tiere leben hier in ihrem natürlichen Lebensraum. Den Park kann man entweder im eigenen Auto erkunden oder eine der Tourangebote des Parks nutzen.

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Tipps

Der Addo gehört besonders bei einer Fahrt über die Garden Route Südafrikas einfach dazu. Es ist ein toller Start oder Abschluss der Südafrika-Reise. Elefanten sieht man hier mehr als genug und auch genügend andere Tiere. Wer möchte, kann in einem der Camps des Parks übernachten oder in unmittelbarer Nähe wie in der Pure Nature Famililodge. Hier gibt es fünf sehr familienfreundliche und gut eingerichtete Häuser oder Zelte und unglaublich engagierte und herzliche Gastgeber. Wir werden immer wieder gerne hierhin kommen – mit einem tollen Blick auf den Addo.

Wenn du dir Kapstadt und Umgebung von einem Guide zeigen lassen möchtest, dann melde dich gerne bei mir, denn ich bin ausgebildeter Touristenführer für das Westkap!

Kontakte und Adressen

Addo Elephant National Park
R335 Paterson Road
Addo, 6105
Tel: +27 (0)12 428 9111
Website: https://www.sanparks.org/parks/addo/

Pure Nature Familodge
Farm „Waggie Onderplaas“
6130 Paterson
Eastern Cape
Tel.: +27 (0)81 011 3065
E-Mail: info@pure-nature-lodge.de
Website: https://www.pure-nature-lodge.com/

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