Elefanten zum Frühstück – auf einer Big-5-Safari im Aquila Game Reserve

Wir sitzen beim Frühstücksbuffet im Restaurant des Wildreservats Aquila, als sich plötzlich zwei Bewohner der Game Lodge nähern. „Papa, Elefanten!“ Wir gehen raus auf den Balkon und sehen hinterm Zaun zwei Elefanten traben. Sie bleiben stehen und genießen ihr Frühstück auf der anderen Seite des Zaunes.

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Nachdem wir aufgegessen haben, gehen wir raus in den Garten und schauen uns die beiden tierischen Besucher vom Zaun aus an. Neben uns stehen noch ein paar andere Gäste, bestaunen und fotografieren die Vierbeiner. Auch mein Sohnemann kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus und freut sich, den Elefanten so nah sein zu können – zum ersten Mal in seinem Leben. Mit einem großen Tröten verabschieden sie sich wieder und gehen gemütlich in ihr Reservat zurück.

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Wir sind heute früh gegen halb sieben in Kapstadt zu unserer Tagessafari aufgebrochen und machen um 10 eine Fahrt durchs Reservat. Und die Elefanten machen schonmal Lust auf mehr. So steigen wir kurze Zeit später in einen der offenen Geländewagen und fahren los. Mit uns im Wagen Südafrikaner, Asiaten, Europäer. Unser Guide heißt Max und fährt uns durch das 10.000 Hektar große Gelände.

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Wir fahren auch sofort an den beiden Elefanten vorbei, die wir zuvor beim Frühstück beobachten konnten. Die asiatischen Elefanten sind knapp 20 Jahre alt und können bis zu 60 Jahre alt werden. Wir fahren weiter an den braunen Bergen mit ihren grünen Pflanzen entlang und sichten auch schon die ersten Nilpferde.

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Sie stehen und liegen an einem Wasserloch. Max erklärt uns, dass man diesen Tieren dabei nicht zu nahe kommen sollte, da sie ihr Territorium, in diesem Fall ihr Wasserloch, verteidigen. Doch auch aus einiger Entfernung lohnt sich der Blick. Man muss halt nur mit der Kamera ein wenig heranzoomen.

Wir fahren weiter in das Reservat hinein, über Stock und Stein und des Öfteren auch über die Hinterlassenschaften der Vierbeiner. An einem Punkt hält Max an und zeigt uns gleich, auf den Spuren welches Tieres wir uns grade befinden. Vor uns liegen die Hinterlassenschaften eines weißen Nashorns.

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Max nimmt auch gleich einen großen Klumpen in die Hand, öffnet ihn und zeigt uns die nicht verdauten Gräser im Inneren. Wir lernen nun, dass Nashörner sich einen bestimmten Platz für ihre Geschäfte aussuchen und dies zudem noch dazu dient, einem Partner zu finden. Das Erstaunen und Geschmunzel ist groß, denn auch so etwas gehört natürlich zur Wildnis dazu, so viel ist klar.

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Wenige Minuten nach diesem Stopp fahren wir auch schon an einer Gruppe Nashörner vorbei. Auch diese weißen Nashörner können bis zu 60 Jahre alt werden. In freier Wildbahn werden sie leider noch zu häufig von Wilderern geschossen, entweder als Trophäe oder weil man davon überzeugt ist, dass die Flüssigkeit im Horn des Nashorns Krebs heilen kann. Dies kann im Aquila natürlich nicht passieren.

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Unser nächster Stopp führt uns zu einer Gruppe Zebras, die sich um eine Tränke versammelt haben. Dies geschieht unmittelbar vor unserem Truck, so dass wir den Tieren dabei ganz genau zuschauen können. Mein Junior ist ganz begeistert von dem Zebra-Frühstück vor seiner Nase. Max erklärt uns derweil, warum man auf Zebras nicht Reiten kann. Und zwar, weil ihre Wirbelsäule dafür zu schwach ist. Während wir so schauen, läuft auf der anderen Seite unseres Geländewagens eine Elan-Antilope vorbei. Hierbei macht sie ganz spezielle Klickgeräusche, um mit ihren Artgenossen kommunizieren zu können.

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Bei so einer Fahrt darf natürlich auch das Nationaltier Südafrikas nicht fehlen – der Springbok. Und so kommen wir an einer Gruppe von etwa zehn Springboks vorbei. Sie grasen unmittelbar vor unserem Truck und lassen sich dabei auch nicht von uns stören. Und wer einmal in Südafrika ist, der muss diese Tiere unbedingt einmal erlebt haben.

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Und weiter geht’s. Denn das Highlight des Game Drives folgt noch hinter dem nächsten Hügel. Wir gelangen an ein Tor, welches uns auf ein separates Gelände des Reservates führt. Und in diesem Teil sind unter anderem die Löwen Zuhause. Und wir müssen nur einmal um die erste Kurve fahren, um sie zu sehen. Ein Löwe hat es sich hier im Berg mit drei Löwinnen gemütlich gemacht. Und so lange wir uns alle im Geländewagen befinden, interessieren sie sich nicht wirklich für uns. Nur wer allein auf sie zugehen würde, dürfte Gefahr laufen, von dem Löwen attackiert zu werden. Natürlich hat uns Max auf diese Gefahr hingewiesen. Doch wir sind nah genug dran, um die Gruppe beobachten zu können.

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Auf dieses Highlight wollen wir auch anstoßen. Und so halten wir wenig später, nachdem wir wieder aus dem Löwenbereich raus sind, an. Max zaubert auch gleich eine Kühlbox mit ein paar Erfrischungen aus dem Truck. Und so genehmigen wir uns einen Drink während wir wenige Hundert Meter von uns entfernt drei Giraffen vorbeilaufen sehen. Später laufen uns auch noch ein paar Büffel und Strauße über den Weg. Es ist somit ganz sicher ein tierischer Ausflug.

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Nun geht es nach knapp zwei Stunden Fahrt wieder zurück in die Game Lodge. Bei unserem Mittagsbuffet können wir auf das Gehege blicken, durch das wir inzwischen gefahren sind. Und nachdem wir uns mit Fleisch, Salat und Kuchen satt gegessen haben, gehen wir noch einmal nach draußen an den Pool, um hier das Reservat auf uns wirken zu lassen. Wir blicken auf viele kleine und große Cottages und Häuser, in denen man übernachten kann. Doch für uns geht es wenig später wieder zurück nach Kapstadt.

Aquila Private Game Reserve

Das Aquila ist ein 10.000 Hektar großes Wildgehege 150km östlich von Kapstadt, in dem neben den Big 5 (Löwe, Gepard, Elefant, Büffel, Nashorn) viele weitere Tiere wie Springboks, Antilopen und Nilpferde beobachtet werden können.

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Das Aquila bietet zahlreiche verschiedene Safari-Touren an, sowohl mit als auch ohne Übernachtung. Es gibt Touren mit dem Geländewagen, auf dem Pferd und auf einem Quad. Die Touren können zudem miteinander kombiniert werden (Geländewagen & Pferd und Geländewagen & Quad). Auch Helikopterflüge über das Gelände werden angeboten.

Wer etwa eine Ganztagestour mit Transport aus Kapstadt, Geländewagen-Tour, 2 Buffets und Drinks buchen möchte, muss knapp 200 Euro investieren. Dafür wird man in Kapstadt abgeholt und wieder abgesetzt. Eine einfache Tour ohne Essen und Transport kostet zwischen 60 und 80 Euro je nach Uhrzeit und Länge.

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Bei einer Übernachtung sind zwei Touren mit dem Geländewagen und drei Buffets pro Tag enthalten. Die Preise starten bei knapp 150 Euro pro Person und Nacht in einem einfachen Zimmer ohne Blick aufs Reservat, 200 Euro pro Person und Nacht für ein Cottage direkt am Hotel und 250 Euro pro Person und Nacht in einem der separaten und privateren Cottages bis hin zu einem Luxus-Cottage für eine vierköpfige Familie für 600 Euro pro Nacht.

Dem Game Reserve gehört auch ein Spa mit Schwimmbad an, in dem man Angebote wie Massagen für etwa 70 Euro nutzen kann. Auf der Terrasse der Game Lodge steht ein Pool, der von allen Gästen genutzt werden kann.

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Tipps

Bei einem Angebot dieser Größenordnung kommt es ganz darauf an, wie groß der eigene Geldbeutel und wie mobil man ist. Wer kein Auto hat und in Kapstadt abgeholt werden möchte, für den ist die Ganztagessafari für 200 Euro zu empfehlen. Wer mobil ist und auch die schöne Berggegend um das Reservat erkunden möchte, der kann auch einfach nur einen Game Drive mit dem Geländewagen für 70 Euro machen. Wer möglichst günstig übernachten möchte, schläft am besten in einem Standardzimmer für 150 Euro.

Das Angebot ist wirklich sehr vielfältig, so dass jeder etwas nach seinen Bedürfnissen und Interessen findet. Die Safari und die Organisation sind sehr professionell und zuverlässig. An unserem Tag hat von der Abholung am Morgen über die Safari und Buffets alles reibungslos geklappt. Und wer einmal in Südafrika bzw. Kapstadt ist, der hat hier die Gelegenheit, die Big 5 hautnah zu erleben.

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Kontakte und Adressen

Aquila Private Game Reserve
R46, Touws River 6880
Tel: +27 (0) 21 430 7260
E-Mail: res@aquilasafari.com
Website: http://www.aquilasafari.com/

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